Einen ganz besonderen und stimmungsvollen Familienfastnachtsgottesdienst feierte der Kämmerzeller Carneval Verein am Sonntag in der St. Godehard Kirche in Kämmerzell (Fulda). Gleich zwei Premieren machten den Anlass besonders: Zum einen wurde feierlich die Vereinsfahne geweiht, zum anderen erhielt auch der neue vereinseigene Bus seinen Segen.

Pfarrer Thorsten Kremer begrüßte zu Beginn des Gottesdienstes die Kämmerzeller Matte-Biddel, die mit stolzen 111 Mann geschlossen in die Kirche einmarschierten und damit ein beeindruckendes Bild boten. Für einen besonderen Moment sorgte aber der Pfarrer selbst, als er sich den markanten schwarzen Räuberhut der Matte-Biddel aufsetzte und von der Kanzel aus eine ebenso humorvolle wie tiefgründige Predigt hielt. Dabei betonte Kremer ausdrücklich, dass er die kirchliche Kanzel keinesfalls ihrem eigentlichen Zweck entfremden oder verhöhnen wolle – vielmehr schlug er gekonnt eine Brücke zwischen Glauben, Gemeinschaft und Fastnacht. Die Kirche dankte es ihm mit einem herzlichen und begeisterten Applaus.

Ein besonders bewegender Augenblick des Gottesdienstes war der Moment, als alle Kinder eingeladen wurden, sich um den Altar zu versammeln. Gemeinsam mit der gesamten Kirchengemeinde wurde anschließend das Vaterunser gesungen – ein Zeichen gelebter Gemeinschaft und Verbundenheit über Generationen hinweg.

Nach dem feierlichen Auszug aus der Kirche ließ es sich Pfarrer Kremer nicht nehmen, den neuen Vereinsbus des Kämmerzeller Carneval Vereins persönlich zu segnen. Sowohl die Fahnenweihe als auch die Bussegnung waren für den Pfarrer wie auch für die Matte-Biddel eine Premiere und unterstrichen die enge Verbindung zwischen Kirche, Brauchtum und Vereinsleben in Kämmerzell. Der Kämmerzeller Carneval Verein blickt dankbar auf einen besonderen Gottesdienst zurück. (kg/pm) +++

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